Stadt Vlotho

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Insolvenz des Energieversorgers BEV:
190 Vlothoer sind betroffen

Stadtwerke stellen die weitere Belieferung in Vlothoer Haushalten sicher.

Die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV) ist insolvent und hat die Strom- und Erdgaslieferung an seine 500.000 Kunden in Deutschland eingestellt. Auch in Vlotho sind davon rund 140 Stromkundinnen und -kunden sowie 50 Gaskunden betroffen. Diese müssen jedoch nicht fürchten, dass bei ihnen bald keine Energie mehr fließt. Sowohl die Stadtwerke Vlotho für die Gaslieferung als auch E.ON für die Stromlieferung fangen sie als Grundversorger in der Ersatzversorgung auf und stellen die Versorgung jederzeit sicher.

Scheinbar attraktive Preise und hohe Bonuszahlungen: Mit diesen Vorzügen versucht so manches Energieversorgungsunternehmen, im Marktgeschehen zu punkten. Ein Geschäftsmodell, das die günstigen Anbieter auf Dauer kaum durchhalten können, warnen Verbraucherschützer. Denn auch 2018 gingen wieder einige dieser Unternehmen pleite: Enversum, Care Energy, die Energieagenten oder die Deutsche Erdgashandels GmbH (DEG) gehörten beispielsweise dazu.

Die rund 190 von der BEV-Insolvenz betroffenen Kundinnen und Kunden aus Vlotho müssen möglicherweise nun auch um Geldverluste bangen: Diejenigen, die weniger Strom oder Gas genutzt haben als ihre Abschlagszahlungen vorsahen, können wohl kaum mit einer Rückzahlung rechnen. Zudem wurde allen beim Vertragsabschluss ein hoher Bonus versprochen. Doch es ist fraglich, ob dieser im Insolvenzverfahren ausgezahlt werden kann.

Auf ihre weitere zuverlässige Strom- und Gasversorgung dagegen können sich die betroffenen Kundinnen und Kunden auf jeden Fall verlassen. Auch, wenn die BEV die Belieferung eingestellt hat, sorgen die Stadtwerke Vlotho dafür, dass Erdgas weiterhin in diesen Vlothoer Haushalten zur Verfügung steht.

„Die Kundinnen und Kunden der BEV fallen automatisch in die Ersatzversorgung und werden in diesem Fall von den Stadtwerken mit Erdgas und von E.ON mit Strom beliefert“, berichten die Geschäftsführer Bernd Adam und Hans-Hermann Staasmeier. „Diese Kundinnen und Kunden schreiben wir nun an und erklären ihnen, wie es für sie rund um die Energieversorgung weitergehen kann. Es besteht also die Möglichkeit, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kontakt aufzunehmen und sich individuell beraten zu lassen. Wir helfen allen betroffenen BEV-Kunden gerne weiter.“

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