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Grundsteuer

Die Grundsteuer wird wie folgt ermittelt:

Zunächst stellt das Finanzamt für jedes Grundstück einen Einheitswert fest. Hieraus ergibt sich der Grundsteuermessbetrag. Das Finanzamt erteilt den Einheitswert- und Grundsteuermessbescheid (Grundlagenbescheid).

Ereignisse, welche die Höhe der Grundsteuer beeinflussen könnten (zum Beispiel Grundstücksteilungen, Neubauten, Gebäudeabrisse), sind dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Gemäß den Bestimmungen des Bewertungsgesetzes werden Einheitswert und Messbetrag auf den 1. Januar des Folgejahres den Veränderungen angepasst, weil die Grundsteuer als Jahressteuer ausgestaltet ist.

In Fällen eines Eigentumswechsels wird ebenfalls zunächst das Finanzamt tätig, das heißt es wird eine sogenannte Zurechnungsfortschreibung erfolgen, jedoch auch mit dem Stichtag 01.01. des auf den Eigentumswechsel folgenden Jahres.

Bei einer Veräußerung des Objektes ist es ratsam, sich an die Steuerabteilung zu wenden. Dort kann geklärt werden, ob der neue Eigentümer schon vor der Zurechnungsfortschreibung unter Entlastung des bisherigen Eigentümers im laufenden Jahr zur Zahlung der Steuer und Abgaben herangezogen werden kann, allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Kaufvertragsparteien über den Übergang der Zahlungsverpflichtung einig sind.

Die Grundbesitzabgaben sind je zu einem Viertel des Jahresbeitrages am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. eines jeden Jahres zu entrichten.

Die Grundsteuerbescheide sind Dauerbescheide und behalten so lange ihre Gültigkeit, bis im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben eine Änderung eintritt.

Hinweis für den Verkäufer

Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer. Der bisherige Eigentümer bleibt für das gesamte Kalenderjahr, in dem der Eigentumswechsel stattfindet, Steuerschuldner. Die Grundsteuerpflicht des Erwerbers beginnt erst ab dem folgenden Jahr.

Zur Vereinfachung des Zahlungsverkehrs hat das Steueramt ein Formular zum Eigentumswechsel erstellt, um das Grundstück unterjährig umzuschreiben (Vorgriffsumschreibung). Zu diesem Zweck muss der bisherige Eigentümer/Käufer den Namen und die Anschrift des Erwerbers/Verkäufers sowie das Datum des Übergangs von Nutzen und Lasten dem Steueramt in dem oben erwähnten Formular mitteilen und dieses muss von beiden Vertragsparteien unterschrieben sein. Dieses Verfahren ist allerdings nur möglich, wenn das Grundstück ungeteilt übergeht.

Hinweis für den Käufer

Nach den Vorschriften des Grundsteuergesetzes haftet der Erwerber neben dem früheren Eigentümer für die Grundsteuer, die für die Zeit seit dem Beginn des letzten vor der Übereignung liegenden Kalenderjahres zu entrichten ist. Die Grundsteuer ruht als öffentliche Last auf dem Grundstück. Eventuell bestehende Grundsteuerrückstände des bisherigen Eigentümers müssen daher nicht im Grundbuch eingetragen sein.

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