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Datum: 16.11.2020

"Stille Kranzniederlegungen" am Volkstrauertag in Vlotho

In allen Ortsteilen in Vlotho wurden am Volkstrauertag in aller Stille Kränze zum Gedenken niedergelegt.

In Vlotho-Stadt legten Bürgermeister Wilken mit Ortsvorsteher Hans Werner Jungmann, Pfarrerin Christine Höke und der Abordnung des Ortsvereins Vlotho vom Deutschen Roten Kreuzes einen Kranz am Ehrenmal an der Burgstraße nieder.

Dazu sprach der Bürgermeister: "Volkstrauertag ist heute ein deutliches Zeichen der Mahnung: Lasst uns aufpassen! Lasst uns auf unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft, auf unsere Mitmenschen aufpassen und für sie da sein. Alle Strömungen, die auf Hass und Ausgrenzung bauen, bekämpfen unser friedliches und solidarisches Miteinander. Am Ende der Boshaftigkeit steht immer Entsetzen und die Frage: Wie konnte das geschehen? Eine Gesellschaft ist so gut wie wir sie denken und leben."

Ortsvorsteher Hans Werner Jungmann ergänzte: „Der heutige Volkstrauertag dient dem Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt aller Völker der Welt. Wir gedenken den Soldaten der Weltkriege und aller Menschen, die durch Folgen der Kriege, durch Hass, Gewaltherrschaft oder Verfolgung aus religiösen oder ethnischen Gründen ihr Leben verloren. Wir gedenken aber auch der Menschen, die in der heutigen Zeit noch immer Opfer von
Terror, politischer Verfolgung, Fremdenhass und Gewalt wurden und werden. Wir gedenken der Flüchtlinge, Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder, die ihr Leben auf der Flucht vor Gewalt und Unterdrückung bis in die heutige Zeit riskierten und verloren haben. Sie alle hofften auf ein Leben in Freiheit und auf eine bessere, friedliche Zukunft. Es liegt an uns, dieser Hoffnung eine Chance zu geben. Wir gedenken auch der Opfer der weltweiten Pandemie, die immer mehr Opfer fordert, unter Patienten sowie unter Ärzten und Pflegepersonal. Wir hoffen beständig auf Frieden, Versöhnung und ein behütetes Leben auf der Welt. Dabei steht jeder einzelne von uns in der Pflicht, seinen Beitrag zu deren Verwirklichung beizutragen. Vergessen wir unsere Verpflichtung nicht."

In Wehrendorf im Ortsteil Valdorf legten die Ortsvorsteherin Sabine SelbergScherfeld und der Presbyter Helmut Schwartze nach dem Gottesdienst in aller Stille den Kranz der Stadt Vlotho und den der Kirchengemeinde Wehrendorf am Ehrenmal am Friedhof nieder. Ortsvorsteherin Sabine Selberg-Scherfeld dazu: „Im Gottesdienst in der Wehrendorfer Kreuzkirche wurde sehr deutlich der Krieg, die Verfolgung und die Flucht dargestellt. Die Aussagen von geflüchteten Jugendlichen müssen uns eine Mahnung sein, nie wieder Krieg, keine Gewalt und Unterdrückung. Mit der Hoffnung
auf ein friedvolles Miteinander aller Völker gehen wir in diesen neuen Tag.“

Die neue Ortsvorsteherin in Uffeln, Anke Hollensteiner, legte mit der Gemeindepfarrerin Renate Wefers am Gedenkstein den städtischen Kranz nieder. Die Ortsvorsteherin sagte zum Volkstrauertag: „2020 ist zwar alles anders, aber wir hier in Deutschland haben das Glück in Frieden leben zu können. In Uffeln haben wir zur Schweigeminute eine ´Peace Bell´ läuten lassen - in der Hoffnung, dass es eine Zeit geben wird, in der alle Waffen zu Glocken verarbeitet werden.“

In Exter legten nach dem Gottesdienst der wiedergewählte Ortsvorsteher August Wilhelm König gemeinsam mit Horst Sett von der Freiwilligen Feuerwehr Vlotho, Löschgruppe Exter, am Mahnmal an der Steinbrinkstraße einen Kranz nieder. August-Wilhelm Königs Worte zum Gedenken: „Volkstrauertag ist keine Tradition von Gestern! Gerade in schwierigen Zeiten des weltweiten Umbruchs, müssen wir über ein friedliches Miteinander nachdenken und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.“

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