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Gleichstellung

Chancengleichheit für Frauen und Männer – Gleichstellungsarbeit bei der Stadt Vlotho

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“, so ist es in unserem Grundgesetz (§3 Absatz 2) verankert. In der Realität wird diese Regelung aber nicht immer zufriedenstellend umgesetzt: Missstände zeigen sich besonders in geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden: Frauen verdienen im Durchschnitt 21% weniger pro Stunde (Statistisches Bundesamt 2017) und zwischen dem Renteneinkommen von Frauen und Männern in Deutschland liegt eine Lücke von etwa 53% (Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2015). Auch der Mangel an weiblichen Führungskräften ist weiterhin existent.

Um sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Berufs- und Alltagsleben stark zu machen, gibt es in jeder Stadt mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Gleichstellungsbeauftragte. Für Vlotho übernimmt diese wichtige Aufgabe seit dem Frühjahr 2006 Christel Jessen:
Laut der Gemeindeordnung NRW §5 wirkt die Gleichstellungsbeauftragte bei „allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde mit, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben […]“

Die Gleichstellungsarbeit lässt sich in zwei Aufgabengebiete unterteilen:

  1. die Zuständigkeit innerhalb der Verwaltung (verwaltungsintern) für rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Vlotho

  2. die Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Vlotho (verwaltungsextern) als Anlaufstelle bei Fragen, Anregungen sowie als Vermittlerin von weiteren Kontakten und Anlaufstellen

Aufgaben

  • Umsetzung einer geschlechtergerechten Personalpolitik

  • Etablierung einer geschlechtergerechten Unternehmenskultur zur Verbesserung der Chancengleichheit (Mitwirkung bei personellen Maßnahmen, Stellenausschreibungen, Auswahlverfahren, Vorstellungsgesprächen und Höhergruppierungen)

  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Arbeitsschutz, Betreuung von Kindern, Pflege von Angehörigen, Wiedereingliederung nach der Familienphase)

  • Entwicklung von Maßnahmen gegen Benachteiligung, Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

  • Durchführung von Veranstaltungen und Seminaren zu verschiedenen Themen.

  • Zusammenarbeit mit Kolleginnen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene Informations-, Kooperations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Auf Grund dieser Vielfältigen und wichtigen Aufgabenfelder ist die Gleichstellungsbeauftragte innerhalb einer Verwaltung mit bestimmten (Mitsprache-) Rechten ausgestattet.

Ziele

  • Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Frau und Mann in Familie, Beruf und Gesellschaft

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer

  • Abbau der Benachteiligung von Frauen und Durchsetzung ihrer Interessen

  • Ein freies und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen
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