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Datum: 08.06.2022

OWL-weiter Warntag am 9. Juni

Presseinfo Kreis Herford

Wenn Sirenen heulen, warnen sie im Normalfall vor einer Gefahrensituation. Um die Bürgerinnen und Bürger mit den unterschiedlichen Signalen vertraut zu machen und auch dafür zu sensibilisieren, was im Gefahrenfall zu tun ist, wird am Donnerstag, den 9. Juni, in allen Kreisen in Ostwestfalen-Lippe ein Probealarm durchgeführt. In Abstimmung mit den Kommunen werden an diesem Tag die rund 60 Sirenen im Kreis Herford geprüft.

Ukrainische Geflüchtete werden informiert

Kreisdirektor Markus Altenhöner betont: „Wir sind uns bewusst, dass die Situation in der Ukraine bei vielen Geflüchteten Spuren hinterlassen hat. Sirenengeräusche gingen in den vergangenen Monaten für viele mit einer akuten Gefahr einher. Umso wichtiger ist, dass wir die Bevölkerung
bestmöglich über den Warntag informieren.“ Damit die ukrainischen Geflüchteten nicht von den Sirenen überrascht werden, sollten Verwandte, Bekannte oder Betreiber von Flüchtlingseinrichtungen rechtzeitig darüber informieren und ihnen so mögliche Ängste nehmen. Außerdem bringt der Kreis Herford einen Info-Flyer in Ukrainisch in den Umlauf. Hier wird die Bedeutung der Probealarmierung genauer erklärt. 

Das Land NRW hatte den landesweiten Warntag im März zwar abgesagt, die Leiter der Bereiche Bevölkerungsschutz, Ordnung und Sicherheit in den sechs ostwestfälischen Kreisen erklären aber: „Das Warnsystem darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Auch angesichts zunehmender
gefährlicher Wetterlagen, wie zuletzt in der Hansestadt Herford und in den Kreisen Höxter und Paderborn, ist es wichtig, dass die Bevölkerung Warnsignale erkennt und richtig deutet. Daher haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, einen OWL-Warntag durchzuführen“.

Wie lange dauert der Alarm und was bedeuten die Sirenentöne?

Der Probealarm für den OWL-Warntag beginnt um 11 Uhr mit einem Dauerton. Bei einer Großschadenslage bedeutet dieser: Entwarnung, die Gefahr ist vorbei.

Um 11.05 Uhr folgt eine Minute lang ein auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall ist dies ein wichtiges Warnsignal für
die Bevölkerung. Bürger werden bei einer Großschadenslage oder einer anderen akuten Gefahr aufgefordert, den Lokalsender Radio Herford einzuschalten, die Warn-Apps zu nutzen, auf Lautsprecherdurchsagen zu achten oder Hinweise auf den Internetseiten der Kreise und Kommunen zu beachten, um weitere Informationen abzuwarten. Da es sich bei dem Sirenen-Test lediglich um eine Probealarmierung handelt, werden an dem Donnerstag keine Rundfunkdurchsagen im Radio gesendet oder weitere Informationen bereitgestellt.

Um 11.10 Uhr folgt erneut ein Dauerton von einer Minute, der Entwarnung signalisiert. Parallel dazu erfolgt eine Probealarmierung über die Warnsysteme „KATwarn“ und „NINA“.

Weitere Informationen zu den Warnungen und Bedeutungen der Signale gibt es im Internet unter www.warnung.nrw.


Download Flyer "Warntag im Kreis Herford" - deutsch
Download Flyer "Warntag im Kreis Herford" - ukrainisch
Download Flyer "Warntag im Kreis Herford" - englisch

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