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Datum: 04.10.2021

Großes Interesse am Ortsteilgespräch in Valdorf

Am 26. September 2021 fand in Valdorf ein Ortsteilgespräch mit Vlothos Bürgermeister Rocco Wilken statt.

Zum ersten Mal nach über 1 ½ Jahren war es wieder ein Ortsteilgespräch mit persönlicher Anwesenheit und man konnte sich nicht nur am Monitor beobachten und ins Mikrofon sprechen, sondern sich in die Augen sehen und die persönliche Ansprache wählen. Es hatten sich insgesamt 34 Gäste im Vereinsheim des Sportvereins Eintracht Valdorf eingefunden, die sich über gut zwei Stunden zu vielen örtlichen Angelegenheiten im heimischen Ortsteil austauschen konnten.

„Das ist mir sehr wichtig, dass wir uns mal wieder sehen und auch heute Dinge, die die Valdorfer bewegen, persönlich ansprechen“, so Bürgermeister Wilken. Mit beim Gespräch war auch der Beigeordnete Bernd Adam, der über aktuelle und geplante Maßnahmen der Stadtwerke und Vlothoer Wirtschaftsbetriebe in Valdorf berichten konnte.

Zu Beginn stellte sich für alle, die sie noch nicht kannten, die Ortsvorsteherin aus Valdorf, Sabine Selberg-Scherfeld, vor. Sie sieht sich in ihrer Funktion auch als Vermittlerin in bestimmten Sachen und Sprachrohr zwischen den Valdorfern und dem Bürgermeister. Sie betonte, was eventuell nicht alle Anwesenden wussten, dass zum Ortsteil Valdorf auch die Bereiche Wehrendorf, Bonneberg, Steinbründorf und Hollwiesen gehören. Flächenmäßig ist es der größte unter den feststehenden Ortsteilen Uffeln, Exter, Vlotho und Valdorf.

Mit einem kurzen Vortrag stellten sich auch Christiane und Peter Kleint vor, die den „neuen Arbeitskreis Valdorf“ initiierten. Sie berichteten von vergangenen „zwanglosen“ Treffen bei Ihnen im Garten an der Bretthorststraße, an denen bislang etwa 20 bis 30 Personen teilnahmen. „Das Interesse an so einer Dorfgemeinschaft scheint recht groß zu sein“, so Peter Kleint, der alle Anwesenden einlud, bei einem der nächsten Treffen dabei zu sein. Am Ausgang des Vereinsheim wurde eine Liste ausgelegt, in die Interessierte ihre Kontaktdaten für ein nächstes Dorfarbeitskreisgespräch eintragen konnten.

Familie Kleint betonte, dass sich alle Valdorfer*innen in den Dorfentwicklungs-Arbeitskreis einbinden können, unabhängig von politischer Couleur. Sie möchten auch die großen Vereine in Valdorf, wie unter anderem den Breitensportverein ETV Valdorf, den Förderverein Waldfreibad Valdorf, den Fußballverein SC Vlotho und alle weiteren Vereine zusammen mit einbinden; in Veranstaltungen und Aktivitäten wie auch gesellige Events. Aus dem Arbeitskreis könnte auch ehrenamtliche, personelle Unterstützung hervorgehen, die die Vereine sicherlich bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit gebrauchen können. Jugendarbeit müsse wieder mehr aktiviert werden und die angekündigten finanziellen Fördermittel der Stadt für die Ortsteile müssen sinnvoll eingesetzt werden, so Familie Kleint.

Sodann berichtete der Bürgermeister über Projekte, die ganz Vlotho angehen, aber auch konkrete Planungen im Ortsteil Valdorf. Er stellte die Sachstände zu den Themen Radwegekonzept, Digitalisierung (vor allem an Schulen), Straßenkonzepte, Streckenerneuerung der L 778 zwischen Exter und Uffeln über Vlotho-City mit den Radwegplanungen vor.

Für Hinweise, Anregungen oder auch Beschwerden hat die Stadt Vlotho seit nunmehr 15 Monaten auf ihrer Homepage einen „Mängelmelder“ eingerichtet. Dort kann jeder via Internet – das Hochladen von Fotos ist ebenfalls möglich – konkrete Mitteilungen vorbringen, die direkt an die sachbearbeitende Stelle weitergeleitet werden, um eine schnelle Bearbeitung zu ermöglichen. Über 350 Mängelmeldungen seien bereits erledigt worden.

Die vor kurzem initiierte Terminvergabe über die Anmeldung über die städtische Homepage für das BürgerInnenbüro werde sehr gut angenommen. Im Rahmen des Hochwasserschutzes für ganz Vlotho werde Ende Oktober eine Ausschusssitzung stattfinden, die sich mit den Gegebenheiten und den zukünftigen Aufgaben und Lösungsvorschlägen befassen wird.

Der städtische Haushalt für das kommende Jahr 2022 werde bereits jetzt verwaltungsseitig vorbereitet. Allein die geplanten Maßnahmen für das zu erstellende Innenstadtentwicklungskonzept werden in den kommenden fünf bis sechs Jahren rd. 17-18 Mio. € - allerdings auch mit erheblicher Landesförderung - investiert.

Erstmalig und wohl auch zukünftig werden 25.000 € jährlich aus dem Haushalt für „Bürgerprojekte“ in den Ortsteilen bereitgestellt.

Bernd Adam berichtete über die anstehenden Deckensanierungen. Unter anderem werde die untere Bretthorststraße bis zur Einmündung Kalbersiek, ein Teil des Topsundernwegs sowie die Senkelteichstraße inklusive des Fußweges saniert. Auch die Sanierung eines Teils des Gehwegs an der Südspange von der Prof.-Lohmeyer-Straße bis zum Maasbeeker Feld sei in Planung.

Die Fragen und Anregungen der Valdorfer Bürger*innen bezogen sich sodann

  • auf eine mögliche Geschwindigkeitsreduzierung auf der von einem Gast so bezeichneten „Hochgeschwindigkeitsstrecke Bretthorststraße“
  •  auf die Öffnung bzw. Schließung der Sporthallen in den Ferienzeiten
  • auf die Gefahren, die von teilweise erkrankten und bereits gefallenen Bäumen in der Plögereistraße ausgehen
  • auf die Gefährdung des fließenden Verkehrs in der oberen Winterbergstraße durch abgestellte größere Firmenfahrzeuge am Straßenrand
  • auf Nachfragen zur geplanten konkreten Streckenführung und Ausbauvariante des Radweges entlang der Herforder Straße von Exter nach Uffeln
  • auf unbebaute Gewerbeflächen im Gewerbegebiet Hollwiesen an der Salzuflener Straße
  • auf den aktuellen Stand der Planungen zum Verkehrskonzept Südspange auch in Bezug auf das demnächst ausgewiesene Neubaugebiet im Bereich Berkenstein
  • auf die Gefährdung durch Sträucher und Hecken, die im Bereich des Radweges an der Loher Straße in der „Mepke“ in den Verkehrsbereich hineinwachsen
  • auf den Spielplatz im Kurpark Valdorf und die damalige Anregung eines „Matschplates für Kinder“
  • auf den Sachstand zur Beschilderung und Kennzeichnung der „Unfallkreuzung“ in Wehrendorf an der Hohenhausener Straße
  • auf die Möglichkeit der Förderung eines neuen Sandkastens in der Kindertagesstätte „Topsi“
  • auf die unregelmäßige Verschlammung der Bretthorststraße bei Regenereignissen
  • auf den Sachstand der Planungen zum Neubau einer Kindertagesstätte an der Südspange auf dem Winterberg

Leider werde es in diesem Jahr keinen Valdorfer Weihnachtsmarkt geben, berichteten einige Mitglieder der Planungsgruppe.

„Anhand der Vielzahl der Fragen, Anregungen und Hinweise ist zu erkennen, wie wichtig es ist, diese Gespräch in den Ortsteilen zu führen und auch fortzuführen“, so Bürgermeister Wilken. „Wir konnten viele Fragen direkt beantworten, weitere haben wir zur Klärung und späteren Beantwortung mit in die Verwaltung genommen.

In diesem Jahr werden wir noch ein weiteres Ortsteilgespräch führen, und zwar in Exter, im Gemeindehaus, am 16. November 2021. Rechtzeitig werden wir auch dafür werben und hoffen wiederum auf großes Interesse, dieses Mal dann in Exter“, so der Bürgermeister abschließend.

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