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Datum: 01.10.2021

Auszeichnung als Projekt der REGIONALE 2022: »Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum« - Stadt Vlotho ist dabei

Die Städte in Ostwestfalen-Lippe Nieheim (für das Projekt federführend), Marienmünster, Schieder-Schwalenberg sowie Vlotho, Drebkau/Drojwk (Brandenburg) sowie die Hansestadt Seehausen und Altmark (Sachsen-Anhalt) verbindet ihre ländliche Struktur und die Suche nach zukunftsweisender Kleinstadtentwicklung.

Als „Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum“ – kurz „BüWoLand“ genannt – schafft der Verbund mit seinen wissenschaftlichen Partnern Lösungen für den innerörtlichen Leerstand. Das Vorzeige-Vorhaben für das UrbanLand OstWestfalenLippe sorgt für attraktive Lebensumfelder gerade in kleinen Städten. Dafür wurde es jetzt als Projekt der REGIONALE 2022 ausgezeichnet.

Das erste Präsenztreffen der beteiligten Kommunen in Nieheim brachte die Akteure in den Austausch und bot Gelegenheit für eine Ortsbesichtigung. Der Projektverbund hat zur Aufgabe, zukunftsfähige Nutzungsmodelle für Flächen und Bestandsimmobilien in den Ortskernen der beteiligten sechs Kommunen, die mit Leerstand vieler Wohn- und Geschäftshäuser in der historischen Ortsmitte kämpfen, auszuarbeiten. Es gilt, neue Wohnmodelle zu entwickeln, die im Altbestand umsetzbar sind. Damit sollen gute Rahmenbedingungen für private Initiativen und Investition geschaffen werden.

„BüWoLand ist ein Next-Practice-Modell. Nicht zuletzt durch Corona suchen immer mehr Menschen das Leben in ländlichen, vitalen Gebieten. Gleichzeitig gilt es, älteren Menschen passende Angebote zu machen. Das Konzept setzt hier an und findet systematisch Instrumente, die helfen, Ortskerne kleinerer Kommunen attraktiver zu gestalten“, würdigt REGIONALE-Leiterin Annette Nothnagel das Vorhaben im Rahmen der Urkundenübergabe. Das „Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum“ wurde im Juni 2021 vom UrbanLand Board, dem Entscheidungsgremium der REGIONALE mit dem A-Status qualifiziert und damit zum Projekt der REGIONALE 2022 gemacht.

Die wissenschaftlichen Partner – das InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (Ruhr-Universität Bochum) - sowie die Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld, Fachbereich Wirtschaft, Innovation & Raumentwicklung, boten in Nieheim fachlichen Input, unter anderem wurde ein Datenpool  zur Sammlung relevanter Kennzahlen, vorgestellt.

„Das Bündnis ist eine große Chance für die beteiligten Kommunen. Ein fundiertes, wissenschaftlich untermauertes Konzept mit Ansätzen zur Bekämpfung von innerörtlichem Leerstand und den Donut-Effekt, bei dem sich Innenbereiche rückläufig zeigen bei gleichzeitig boomenden Außenbezirken, ist das Ziel. Allein von dem wohl ziemlich einmaligen Entwicklungsprozess werden die sechs Gemeinden enorm profitieren. Und durch die bundesweite Vernetzung können wir von guten Beispielen über dem Tellerrand lernen“, so Johannes Schlütz, Bürgermeister der federführenden Stadt Nieheim im Kreis Höxter.

Michael Fißmer als Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung sagt dazu: „Das Förderprojekt „Bündnis für Wohnen auf dem Land“ bietet der Stadt Vlotho die einmalige Möglichkeit, mit wissenschaftlichen Methoden gemeinsam mit den Hochschulen neue Vorgehensweisen zu entwickeln und auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen. Anschließend kann die Wirksamkeit dieser Konzepte in Vlotho und den anderen Kommunen im Rahmen eines Pilotprojektes getestet werden. So wird mit neuen Ansätzen ein weiterer Beitrag zur zukünftigen positiven Entwicklung der Innenstadt erbracht werden.“

Vlotho macht mit und ist aktiv dabei – bei der zukunftsweisenden Kleinstadtentwicklung.

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