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Datum: 06.08.2020

Waldbrandgefahr durch Hoch "Detlef"

Hoch „Detlev“ lässt Waldbrandgefahr deutlich ansteigen

- Zweithöchste Waldbrandwarnstufe zum Wochenende in ganz NRW - 6 Hektar Wald brennen aktuell bei Dormagen im Kreis Neuss


Hoch DETLEV liegt über dem östlichen Mitteleuropa und bestimmt noch bis mindestens Mitte der kommenden Woche das Wetter bei uns. Das bedeutet Sonne pur und immer größere Hitze. In den heißesten Regionen ist am Wochenende sogar erst bei 37 Grad Schluss. Nachts kühlt es in den Ballungsgebieten nicht mehr unter 20 Grad ab, Hitzegewitter sind nicht zu erwarten.

Mit den Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen. Am Wochenende gilt für fast das ganze Bundesland die zweithöchste Warnstufe!

Schon für das Frühjahr 2020 wurden beim Niederschlag nur insgesamt 107 mm registriert, dies entspricht 52 % der üblichen Regenmenge. Ein Großteil dieser Niederschlagssumme geht dabei auf den März zurück, seit April herrscht anhaltende Trockenheit. Zwar empfinden wir den Sommer bisher allgemein wohl als eher „durchwachsen“, jedoch blieb das deutliche Niederschlagsdefizit weiter bestehen.

Bereits seit April hat es eine Reihe von Waldbränden in NRW gegeben - erinnert sei nur an den Großbrand bei Gummersbach, der über 50 ha Wald vernichtet hat. Aktuell ist ein Großaufgebot der Feuerwehr in Dormagen im Einsatz, um einen 6 ha großen Waldbrand in der „Zonser Heide“ zu bekämpfen. „Überall zeigt sich, dass der Zeitfaktor bei der Waldbrandbekämpfung eine entscheidende Rolle spielt. Daher appelliere ich an alle Waldbesucher, auch kleinste Brände umgehend der Feuerwehr (Notruf 112) zu melden“ so die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW (SDW), Frau Marie-Luise Fasse.

Angesichts der prekären Wetterlage fordert die SDW alle Bürger auf, sich umsichtig und verantwortungsvoll zu verhalten. Achtlos aus dem Auto oder dem Zug geworfene Zigarettenkippen können verheerende Folgen haben. Im Wald selbst gilt absolutes Rauchverbot und auch das Grillen oder Entzünden eines Feuers in einem Abstand von weniger als 100 Metern zum Wald ist ohne Genehmigung der Forstbehörde gesetzlich verboten. Fahrzeuge sollten zudem unbedingt auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, um die Zufahrten für Feuerwehrfahrzeuge nicht zu blockieren.

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