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Datum: 22.04.2021

Positive Impfbilanz im Kreis Herford

Presseinfo Kreis Herford - 22. April 2021

Im Kreis Herford wurden bislang (Stand 20.04.2021) insgesamt mehr als 71.000 Impfungen durchgeführt. Bereits mehr als 54.800 Menschen haben ihre Erstimpfung im Impfzentrum, einer Arztpraxis oder in einer Einrichtung erhalten. Das bedeutet: Gut jeder fünfte Mensch im Kreis Herford ist bereits durch eine Erstimpfung geschützt. Mehr als 16.800 Personen haben auch schon eine Zweitdosis und somit den vollständigen Impfschutz erhalten.

„Es geht voran im Kreis Herford. Die Impfzahlen steigen von Woche zu Woche. Leider können wir noch nicht allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot machen. Davon sind z.B. Lehrer*innen an weiterführenden Schulen betroffen; aber auch viele Verkäufer*innen an der Kasse im Supermarkt oder beim Bäcker – sie sind auch in der Pandemie für uns da, sie haben ein nachvollziehbares Interesse endlich geimpft zu werden. Wir könnten ihnen für ihre wichtige Arbeit häufiger „Dankeschön“ sagen. Vielleicht hilft diese Wertschätzung die Wartezeit zu überbrücken, bis der Impfstoff da ist und wir sie endlich impfen dürfen. Aktuell sind wir noch an die Impfreihenfolge des Landes gebunden und wir haben nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Ich bitte um Geduld, der Impfstoff wird kommen. Es freut mich dennoch zu sehen, dass die Impfbereitschaft im Kreis Herford so hoch ist“, so Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

Von den insgesamt 71.000 Impfungen im Kreisgebiet wurden im Impfzentrum, seit der Öffnung Anfang Februar bis zum 20.04.2021, über 47.500 Impfungen durchgeführt. Einen Monat zuvor, am 21.03.2021, lag die Zahl der Impfungen noch bei knapp 16.000 seit dem Start im Impfzentrum. „Zu Beginn wurden im Impfzentrum zunächst täglich 153 Impfungen durchgeführt. Zwischenzeitlich waren es rund 620 am Tag, mittlerweile stehen wir bei rund 1.200 Impfungen pro Tag. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber März. Die Vorbereitungen für die Durchführung einer solchen Anzahl an Impfungen haben wir schon lange – doch wir waren und sind immer davon abhängig, wie viel Impfstoff wir bekommen können“, erläutert Altenhöner.

Die Terminvergabe für die alterspriorisierten Gruppen erfolgt ausschließlich über die Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung. Für alle weiteren Personengruppen wird die Terminvergabe derzeit über den Kreis Herford organisiert.

Wer wurde bereits geimpft?

Der Kreis Herford hält sich strikt an die in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegte Impfreihenfolge. In der Verordnung sind verschiedene Personengruppen, die einen Impfanspruch der „höchsten Priorität“, der „hohen Priorität“ sowie der „erhöhten Priorität“ haben, festgelegt.

Allen Personen mit einem Impfanspruch der „höchsten Priorität“ (§2 Coronavirus-Impfverordnung) konnte im Kreis Herford bereits ein Impfangebot gemacht werden. Dazu zählen etwa Bewohner*innen und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen, die über 80-Jährigen oder auch Mitarbeiter*innen ambulanter Pflegedienste und Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen Expositionsrisiko tätig sind. So zum Beispiel die Rettungskräfte in den Rettungswachen im Kreis Herford.

Bereits Ende Dezember 2020 ging es in den Pflege- und Altenheimen los. Die dortigen Impfungen wurden durch mobile Teams durchgeführt, die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) organisiert wurden. Mit dem Start des Impfzentrums am 08. Februar 2021 begannen auch die Impfungen der über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger. Wenige Tage später folgten die Mitarbeiter*innen ambulanter Pflegedienste und Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen Expositionsrisiko tätig sind. Auch das Krankenhaus-Personal im Kreis Herford konnte ab Januar geimpft werden.

Seit dem 01. März 2021 gab es eine Regelung seitens des Landes NRW, die es dem Kreis Herford ermöglicht hat, Personen zu impfen, die auf eine vorgezogene Impfung angewiesen sind, deren schwere Vorerkrankung aber nicht explizit in der Impfverordnung genannt ist. Sie konnten direkt beim Kreis Herford einen „Höchstprioritätsantrag“ stellen, der es ihnen ermöglichte, sofort eine Impfung zu bekommen. Landrat Jürgen Müller und der Kreis Herford hatten bereits Wochen zuvor eine entsprechende Regelung vom Land gefordert.

Impfstart für Priorisierungsgruppe 2 „hohe Priorität“ Anfang März

Ab dem 08. März 2021 konnten die Impfungen für die Personengruppen der Priorisierungsgruppe 2 – „hohe Priorität“ – beginnen. Dabei waren zunächst Berufsgruppen wie u.a. die Beschäftigten von Grund- und Förderschulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen sowie ambulant tätiges medizinisches Personal mit Patientenkontakt oder auch Beschäftigte der Polizei impfberechtigt.

Ab dem 01. April 2021 konnte der Kreis Herford dann den Menschen mit einer schweren Vorerkrankung (§3 Absatz 1 Nr. 2 Coronavirus-Impfverordnung) – beispielsweise Erkrankungen der Lunge, Leber, Niere oder auch Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung – ein Impfangebot machen. Dafür stellte das Land dem Kreis ein Sonderkontingent zur Verfügung. Dadurch konnten zwischen dem 01. und 05. April 2021 über 2.000 Menschen mit schweren Vorerkrankungen im Impfzentrum geimpft werden, bevor diese Impfungen seit dem 06. April in den Arztpraxen durchgeführt werden.

Für den Zeitraum vom 04.-14.04.2021 stellte das Land für Westfalen-Lippe ein Sonderkontingent von Impfdosen des Impfstoffes AstraZeneca für alle über 60-Jährigen zur Verfügung. Die rund 7.700 Termine für den Kreis Herford waren binnen 24 Stunden vergeben – und fanden für die über 60-Jährigen mit Wohnsitz im Kreis Herford im Impfzentrum statt.

Seit dem 08. April werden zudem die 70 bis 79-Jährigen zu einer Impfung eingeladen – immer jahrgangsweise, beginnend mit den Jahrgängen 1942 und 1943. In diesen Tagen wurden die Einladungsschreiben an die Jahrgänge 1950 und 1951 verschickt, so dass ab nächster Woche alle 70 bis 79-Jährigen ein Termin vereinbaren können.

In dieser Woche werden vom 19. bis 23. April 2021 Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 3 Coronavirus-Impfverordnung geimpft, die einen Termin beim Kreis gebucht haben. Dafür steht dem Kreis Herford ein Impfkontingent für insgesamt rund 2.500 Menschen zur Verfügung.

Wie geht es jetzt weiter im Impfzentrum?

Nun werden insbesondere die bisher nicht geimpften Beschäftigten von Grund- und Förderschulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen mit Impfterminen im Impfzentrum versorgt. Dieser Gruppe ist bereits Anfang März ein Impfangebot gemacht worden. Allerdings hat es hier durch den Impfstopp von AstraZeneca Unterbrechungen gegeben. Jetzt stellt das Land für die Nachmeldungen ein Impfstoffkontingent zur Verfügung, damit die Impfungen dieser Gruppe endgültig abgeschlossen werden kann können.

Darüber hinaus stehen dem Kreis Herford für den Zeitraum vom 24. April bis 02. Mai 2021 weitere Impfdosen für schwer Vorerkrankte der Priorisierungsgruppe 2 „Hohe“ Priorität zur Verfügung. Die Impfungen finden im Impfzentrum statt. Es ist die zweite Sonderaktion für diese Personengruppe nach der Osterwoche. Impftermine für Berechtigte können über www.kreis-herford.de/impftermine gebucht werden. Sobald weitere Personengruppen – demnächst dann auch Menschen mit „erhöhter Priorität“ gemäß § 4 Coronavirus-Impfverordnung – geimpft werden können, wird der Kreis Herford zeitnah und ausführlich informieren.

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