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Aktuelle Informationen für Vlotho

An dieser Stelle halten wir Sie auf dem Laufenden über aktuelle Informationen und Maßnahmen die Corona-Pandemie betreffend.

Stand: 06. Mai 2021

Inzidenz im Kreis Herford sinkt unter 165 – Wechselunterricht an Schulen in Sicht

Presse-Info Kreis Herford - 6. Mai 2021

Seit den letzten fünf Wochentagen liegt die vom Robert-Koch-Institut festgelegte Inzidenz (COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage/100.000 Einwohner) im Kreisgebiet unter 165. Ein stabiler Wert von unter 165 entscheidet über Schulschließungen, also ob Wechselunterricht möglich ist oder ob Schulen in den Distanzunterricht gehen müssen.

Dieses Vorgehen ist in der sogenannten Bundes-Notbremse festgelegt. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) legt fest, ab wann und in welchem Kreis/kreisfreier Stadt welche Maßnahme der Bundesnotbremse gelten.

Grundsätzlich gilt: Wird der Wert von 165 an fünf Werktagen unterschritten, so ist eine Lockerung in Sicht. Dies ergibt sich aber nicht automatisch: Voraussetzung ist, dass das Ministerium den Kommunen per Erlass mitteilt, dass nunmehr ein stabiles Unterschreiten des Schwellenwertes vorliegt und sich daraus Folgen ergeben: An welchem Tag z.B. wieder in den Wechselunterricht gestartet werden kann, ergibt sich aus einem Zusammenspiel der bundesgesetzlichen Vorgaben mit der Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW.

Sollte die Inzidenz im Kreis Herford weiterhin stabil unter 165 bleiben und stellt das MAGS NRW den Wegfall der Maßnahmen in einer Allgemeinverfügung fest, können sich Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen auf den Wechselunterricht ab Montag freuen.

Der Kreis Herford weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass die Inzidenzen teilweise große Sprünge im zweistelligen Prozentpunktebereich machen und bei dem derzeitigen diffusen Infektionsgeschehen eine Prognose schwer möglich sei. Hierzu unterstreicht Krisenstabsleiter Markus Altenhöner, dass die Auswertung der Inzidenzwerte über das Land erfolgt:

„Den Bürger*innen die schwierige Vorschriftenlage vereinfacht zu schildern, ist inzwischen sehr schwierig geworden, weil sie sehr umständlich ist. Teilweise müssen bei den Berechnungen Werktage dann wieder Wochentage berücksichtigt werden. Die gesamte Bewertung des Inzidenzgeschehens ist für uns als Kreis leider auch nicht sicher planbar. Das MAGS interpretiert und entscheidet auf der Grundlage der Inzidenzwerte des RKI, die sich häufig nachträglich noch ändern können, z.B. durch Nachmeldungen von Infektionsfällen. Wir können als Kreis also nur auf die Rückmeldung des Landes warten und erst dann verlässlich sagen, wie es weitergeht. Ich bitte Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen um Geduld und weiß sehr gut, dass das nicht einfach ist. Wir alle sind sehr angespannt und müssen viele Verpflichtungen miteinander vereinbaren.“

Der Kreis rechnet frühestens morgen Nachmittag (Freitag, 07.05.) mit einer endgültigen Entscheidung des Landes: „Wie immer kurz vor dem Wochenende, darin haben wir mittlerweile alle Übung“, erklärt Altenhöner. „Im Moment sieht es so aus, als dürften wir auch am Freitag unter dem Inzidenzwert von 165 liegen, sodass die Schulschließungen ab Montag voraussichtlich aufgehoben sein werden.“

Umgekehrt, so die Regelung der Bundes-Notbremse, muss die Umstellung vom Wechselunterricht auf den Distanzunterricht bereits erfolgen, wenn an drei aufeinander folgenden Wochentagen die durch das Robert Koch-Institut veröffentlichte sogenannte 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165 überschreitet. Dann müssen die Schulen am übernächsten Tag in den Distanzunterricht gehen. Das MAGS NRW gibt in diesem Fall für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt den Beginn des Distanzunterrichts bekannt. 

Impftermine für weitere Personengruppen im Impfzentrum - Sonderaktion des Kreises für Lebensmitteleinzelhandel

Ab morgen (Donnerstag, den 06.05.2021) können weitere Personengruppen über die Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung (Online-Buchungsportal: www.116117.de / Telefonische Buchung: 116 117 oder (0800) 116 117 02.) Impftermine im Impfzentrum vereinbaren. Bereits seit Montag haben Lehrerinnen und Lehrern der weiterführenden Schulen Impftermine erhalten.

So können nun weitere Kontaktpersonen von Schwangeren und nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Personen einen Impftermin vereinbaren. Kontaktpersonen von sich nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Personen haben eine Kopie des Nachweises der Pflegekasse über den Pflegegrad der pflegebedürftigen Person vorzulegen. Die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen müssen nicht als Pflegepersonen bei der Pflegekasse benannt sein. Das Alter und die Art der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person sind für die Impfberechtigung unerheblich.

Eltern von minderjährigen Kindern mit einer Vorerkrankung nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV, die selbst nicht geimpft werden können, sind den Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen gleichgestellt. Dem Impfzentrum ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, die bestätigt,

dass das Kind der Personengruppe nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV zuzuordnen ist. Eine Pflegebedürftigkeit ist nicht nachzuweisen.

Start für Teile der Priorität 3 gemäß § 4 Coronavirus-Impfverordnung

Darüber hinaus handelt es sich bei den nun impfberechtigten Personengruppen um einen Teil der Berechtigten nach § 4 der Coronavirus-Impfverordnung – also um Personen mit einer „erhöhten Priorität“.

Dazu zählen laut Erlasslage Steuerfahnderinnen und Steuerfahnder, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten (Verkaufspersonal mit Kundenkontakt), Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten, Gerichtsvollzieherinnen und –vollzieher und Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte und Justizbehörden, Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz. Aufgrund von offen gebliebenen Fragen hat das MAGS eine Klarstellung für den morgigen Tag angekündigt, da die heutige Erlasslage in Teilen unkonkret war.

Den weiteren Personen aus der Priorität 3 (§ 4 Coronavirus-Impfverordnung)  - auch solchen mit entsprechenden Vorerkrankungen und weiteren Personengruppen der kritischen Infrastruktur - kann zurzeit noch kein Impfangebot gemacht werden.

Sonderregelung für Beschäftigte des Lebensmitteleinzelhandels

Beschäftigte des Einzelhandels (Verkaufspersonal mit Kundenkontakt) sollen ab morgen Nachmittag bis einschließlich Sonntag, den 09.05.2021, ihren Impftermin über die Internetseite des Kreises Herford buchen.

 

Wichtig: Erst wenn über das kreiseigene Buchungsportal die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels keine Termine mehr buchen können, werden Sie gebeten, über die Buchungssysteme der KVWL zu buchen, um Doppelbuchungen zu vermeiden.

„Wir setzen als Kreis Herford damit ein bewusstes Signal für die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels. Sie sind seit Ausbruch der Pandemie durchgängig für uns alle im Einsatz. Sie leisten eine enorm wichtige Arbeit, auf die wir nicht verzichten können. Daher bin ich froh, dass wir ihnen jetzt nicht „nur“ Dankeschön sagen, sondern dieser Berufsgruppe ein Sonderkontingent von 1.500 Impfdosen zur Verfügung stellen können. Damit sind sie demnächst endlich weitgehend geschützt“, so Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

Über ein Kontaktformular können die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels einen Erst- und Zweittermin selbständig buchen. Nach erfolgreicher Buchung beider Termine stehen alle notwendigen Informationen bereit und die auszufüllenden Formulare können herunterladen werden. Die buchenden Personen erhalten außerdem eine Buchungsbestätigung per E-Mail. Das Buchungsportal findet man unter folgendem Link:www.kreis-herford.de/impftermine.

Wichtig ist, dass die Beschäftigten zum Impftermin eine ausgefüllte Bescheinigung ihres Arbeitgebers (zu finden  unter www.kreis-herford.de/impftermine) inklusive der auf der Internetseite angegebenen Unterlagen mitbringen. Ohne diese Nachweise kann leider keine Impfung erfolgen.

Für Rückfragen bezüglich der Terminbuchung oder bei Fragen zu den zwingend notwendigen Nachweisen steht das Bürgertelefon des Kreises Herford unter der Nummer 05221 13-1500 zur Verfügung.

 

Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Gestesten - Was bedeutet das?

Was genau bedeuten die neuen Regelungen zur Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten?

Vollständig Geimpfte und Genesene werden negativ getesteten Menschen in bestimmten Bereichen gleichgestellt. Etwa bei

  • „Click and Meet“ im Einzelhandel, dem Besuch der Außenbereiche von Zoos oder Botanischen Gärten oder bei den zulässigen körpernahen Dienstleistungen
  • bei der Testpflicht in Schulen oder
  • bei der Einreisequarantäne

müssen Geimpfte oder Genese ab 3. Mai 2021 keinen zusätzlichen negativen Corona-Test mehr nachweisen. Dazu müssen beide Gruppen aber die Genesung oder die vollständige Impfung nach festgelegten Kriterien nachweisen.

Welche Nachweispflichten gelten für Geimpfte und Genesene statt der Nachweispflicht eines negativen Coronatest-Ergebnisses? Welche Nachweise der Immunisierung müssen Geimpfte und Genese vorlegen?

Die Immunisierung und somit Befreiung von der Testpflicht kann nachgewiesen werden durch:

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff, also durch den Eintrag im Impfpass.
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Der Unterschied zwischen 2 und 3 ist, dass innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion/dem positiven PCR-Test schon durch die Infektion von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen wird (Nr.2). Danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich (Nr. 3). Die Sechs-Monatsfrist taucht in Nr. 3 nicht auf, weil auch eine kürzer zurückliegende Infektion plus Impfung eine ausreichende Immunisierung gewährleistet.

Können Genesene statt eines PCR-Tests auch einen Antikörpertest vorlegen? Wenn ja, wie alt dürfte dieser sein?

Nein. Ein Antikörpertest entspricht nicht den Vorgaben zur Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis und gilt daher nicht als ausreichender Nachweis.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen der Bescheinigung für einen Bürgertest und dem PCR-Test?

Die Testzeugnisse müssen nach den rechtlichen Vorgaben die Testart ausweisen. Diese ist also klar auf der Bescheinigung aufgeführt.

Was mache ich, wenn ich die Bescheinigung meines positiven Ergebnisses nicht mehr vorliegen habe?

Dann wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das ausstellende Labor, um sich die Bescheinigung erneut ausstellen zu lassen.

Warum erfolgt die Gleichstellung von vollständig Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten?

Die Corona-Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Menschen. Wo also der Zugang zu Einrichtungen oder die Wahrnehmung von Angeboten für negativ getestete Menschen erlaubt ist, muss dies erst recht für Geimpfte und Genesene gelten. Daher werden sie in diesen Bereichen mit negativ Getesteten gleichgestellt.

Ab wann gelten die Regelungen?

Die Regelungen gelten ab Montag, 3. Mai 2021.

Werden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte oder Genesene aufgehoben?

Nein. Denn die Kontaktbeschränkungen sind auch für negativ Getestete nicht aufgehoben. Es gelten weiterhin für alle die gleichen Kontaktbeschränkungen. Ob und in welchem Umfang auch in diesem Bereich für Geimpfte und Genesene auf Beschränkungen verzichtet werden kann, wird derzeit noch geprüft.

Werden Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte oder Genesene aufgehoben?

Nein. Denn die Ausgangsbeschränkungen sind auch für negativ Getestete nicht aufgehoben. Es gelten weiterhin für alle die gleichen Regelungen. Ob und in welchem Umfang auch in diesem Bereich für Geimpfte und Genesene auf Beschränkungen verzichtet werden kann, wird derzeit noch geprüft.

Dürfen Geimpfte und Genese damit gegenüber negativ Getesteten mehr?

Nein. In diesem ersten Schritt erfolgt nur eine Gleichstellung mit den negativ Getesteten. Also dort, wo mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses Angebote wahrgenommen oder Einrichtungen besucht werden dürfen, ersetzt die nachgewiesene Immunisierung den Nachweis des negativen Tests. Denkbar ist aber, dass für Geimpfte und Genesene auf weitere Beschränkungen verzichtet werden kann, die für andere Personen trotz eines negativen Tests bestehen bleiben müssen. Denn die Testungen weisen eine gewisse Fehlerquote auf und bieten deshalb eine geringere Sicherheit als die durch eine vollständige Impfung oder die Genesung erlangte Immunisierung. Ob und in welchem Umfang weitere Erleichterungen für Geimpfte und Genesene möglich sind, wird derzeit noch geprüft.

Hat die Neuregelung Auswirkungen auf die Alten- und Pflegeheime?

Nein. Das RKI empfiehlt, in Pflegeheimen aufgrund der Vulnerabilität der Menschen noch nicht auf eine Testung auch von Geimpften zu verzichten. Daher gibt es hier keinen Verzicht auf die Testungen. Angesichts der Restrisiken bei Geimpften und den wenigen nicht geimpften Bewohnern ist ein Test immer der geringere Eingriff gegenüber den im Fall einer Infektion oft schweren und tödlichen Krankheitsverläufen.

Hat die Gleichstellung Auswirkungen für das Reisen?

Auf das Reisen wirkt sich die jetzige Gleichstellung nur insofern aus, als bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig ist, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht.

Quelle: Wir in NRW - Das Landesportal

Bundes-Notbremse - Regelungen ab dem 27.04.2021

Da der Kreis Herford in den vergangenen drei Tagen einen Inzidenzwert von 165 überschritten hat, gelten ab dem 27. April 2021 folgende Corona-Regeln:





Bei weiteren Fragen steht Ihnen der Fachdienst Ordnung im Rathaus Vlotho unter folgenden Telefonnummern gern zur Verfügung:

05733 924-124 - Frau Wetter
05733 924-127 - Frau Lübkemann und
05733 924-126 - Herr Leinpinsel 


Ausgangsbeschränkung ab Samstag, Schulen bleiben vorläufig auf - Geschäfte können eingeschränkt geöffnet bleiben

Presseinfo Kreis Herford - 23. April 2021

Auswirkungen der Notbremse im Kreis Herford

Heute (23.04.2021) tritt das neue bundesweite Infektionsschutzgesetz in Kraft. Die neuen Maßnahmen gelten ab morgen (24.04.2021). Die Maßnahmen treten spätestens am 30.06.2021 außer Kraft. Es gelten bundesweit einheitliche und verbindliche Regelungen. Die Notbremse richtet sich nach der 7-Tages-Inzidenz im Kreis sobald sie an drei Tagen hintereinander über den jeweils vorgeschriebenen Höchstwert liegt. Es gelten dann ab dem übernächsten Tag die abgestimmten Regelungen. Der Höchstwert ist gestaffelt und betrifft jeweils unterschiedliche Bereiche. Die Notbremse tritt erst dann wieder außer Kraft, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem jeweiligen Schwellenwert liegt.

Ausschlaggebend ist der Inzidenzwert – entscheidend sind die vom RKI gemeldeten Zahlen

Ab einem stabilen Inzidenzwert über 100 in einem Kreis greift die einheitliche „Notbremse“. Das bedeutet: Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, gelten ab dem übernächsten Tag die im Gesetz genannten zusätzlichen Maßnahmen. Steigt der Inzidenzwert auf über 150 greifen zusätzliche Einschränkungen bei der Nutzung von Geschäften. Wenn die Inzidenz über 165 steigt, schließen zusätzlich die Schulen (kein Präsenzunterricht mehr) und Kitas mit Ausnahme der Notbetreuung. Sinkt in dem entsprechenden Landkreis oder der kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz unter den Wert von 100, 150 bzw. 165 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen, treten dort ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen wieder außer Kraft.

Auswirkungen für den Kreis Herford

Der Kreis Herford hatte – laut RKI-Daten – in den vergangenen 3 Tagen (20.04. – 22.04.2021) einen Inzidenzwert von über 100. Bei Überschreitung eines Inzidenzwertes von über 100 gelten im Kreisgebiet ab morgen (24.04.2021) neue Regelungen. Dazu gehören u.a. insbesondere eine Ausgangsbeschränkung sowie strengere Kontaktregelungen, die auch im privaten Bereich (eigene Wohnung) gelten. Schulen und Kitas bleiben vorläufig offen, Geschäfte können eingeschränkt geöffnet bleiben (Detaillierte Regelungen s. u.).

Ob und ab wann welche weiteren Maßnahmen greifen, entscheidet das Land (ggf. auch wieder sehr kurzfristig). Eine Aussage des Landes dazu liegt uns bisher (Stand 16:30 Uhr) nicht vor.

Eine Einschätzung von Landrat Jürgen Müller

„Die bundesweite Notbremse trifft den Kreis Herford in der ersten Stufe. Wir haben den ersten kritischen Höchstwert erreicht. Mit einem beständigen Inzidenzwert von über 100 folgen nun verschiedene Maßnahmen, die für uns - bis auf eine Ausnahme - nicht neu sind. Neu ist die Begrenzung der Kontakte auch im privaten Raum. Der Eingriff ist sicherlich hart und bedenklich – wir müssen uns aber vergegenwärtigen, dass wir um Menschenleben kämpfen und Krankenhäuser und Intensivstationen langfristig dringend entlasten müssen. Ich bin zuversichtlich, dass die Bevölkerung im Kreisgebiet die Maßnahmen zeitlich begrenzt mitträgt – wir haben das schon mal geschafft. Anders als damals, schreitet nun das Impfen weiter voran. Ich bin zuversichtlich, dass wir spätestens Ende Juni, wenn die Notbremse bundesweit gelockert werden soll, ein ganzes Stück weiter sind. Wichtig ist, dass wir nun einheitliche und transparente Maßnahmen haben. Wir brauchen Regelungen, die sich auch der sehr dynamischen Pandemielage anpassen und die gesetzlich abgesichert sind. Vor Ort, in den Kreisen und kreisfreien Städten, hatten wir einen bunten Flickenteppich und die fehlenden gesetzlichen Grundlagen machten es schwer, Entscheidungen zu treffen.“

Was gilt ab einer Inzidenz von 100 für Bürgerinnen und Bürger?

  • Private Treffen sind nur mit einer haushaltsfremden Person gestattet. Außerdem dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.
  • Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Nur noch im Notfall, zu dienstlichen Zwecken oder wenn man zum Beispiel mit dem Hund raus muss, darf man das Haus verlassen. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist außerdem erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen.
  • Tagsüber darf Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden, nicht im Verein oder einer Mannschaft. Davon ausgenommen sind Profisportler. Profisport findet ohne Zuschauer statt. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal 5 Kindern trainieren. Trainer müssen ggf. vorher einen Test machen.
  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar, eine medizinische Maske ist nicht mehr ausreichend). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden.
  • Die Bundesregierung kann darüber hinaus per Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundestages und Bundesrates weitere Maßnahmen, Präzisierungen und Ausnahmen erlassen.

Was darf öffnen, was muss schließen bei einer Inzidenz über 100?

  • Freizeiteinrichtungen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios, Theater, Opern, Konzerthäuser etc. sowie Ladengeschäfte müssen schließen.
  • Öffnen dürfen Wochenmärkte, auf denen nur Lebensmittel verkauft werden, Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte und der Großhandel. Sie dürfen nur ihr übliches Sortiment verkaufen. Dabei müssen Abstände eingehalten werden und die Kunden müssen in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) tragen.
  • Möglich ist ebenfalls die Nutzung von „Click&Collect“ und bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 und mit Vorlage eines höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnisses auch von „Click&Meet“-Angeboten.
  • Die Außenbereiche von Zoos und Botanischen Gärten dürfen mit Hygienekonzepten öffnen. Besucher müssen einen negativen Test vorweisen (außer Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben).
  • Gastronomische Betriebe dürfen nur außer Haus verkaufen.
  • Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt.
  • Werkstätten, Postfilialen, Banken und Waschsalons dürfen öffnen.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Außerdem dürfen Friseurbetriebe und Fußpfleger geöffnet bleiben. Diese dürfen aber nur mit Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) arbeiten. Friseur- und Fußpflegebesuche sind nur mit negativem Test möglich.
  • Der Betrieb von Kultureinrichtungen und entsprechende Veranstaltungen (Theater, Oper, Konzerthäuser, Bühnen, Musikclubs, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Kinos) sind untersagt.

Was gilt in Schulen?

  • Solange Präsenzunterricht stattfindet, müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer zwei Mal pro Woche getestet werden. Um die Beschaffung und Durchführung der Tests kümmern sich die Bundesländer in eigener Zuständigkeit.
  • Ab einer stabilen Inzidenz (an drei Tagen hintereinander) über 100 muss im Wechselunterricht unterrichtet werden. Über die Form des Wechselmodells (tageweise, wöchentlich…) entscheiden die Länder bzw. Schulen.
  • Ab einer stabilen Inzidenz von 165 ist Präsenzunterricht in den Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, außerschulischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnlichen Einrichtungen untersagt. Kindertageseinrichtungen werden geschlossen. Die Länder können eine Notbetreuung organisieren.
  • Die Bundesländer können von diesen Regelungen Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen vorsehen.

Was gilt in Betrieben?

Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern für Büroarbeit (oder vergleichbare Tätigkeiten) Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen und die Arbeitnehmer müssen dieses Angebot annehmen, sofern ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Bleiben die Kirchen offen?

Zusammenkünfte, die der Religionsausübung (im Sinne des Artikels 4 des Grundgesetzes) dienen, sind weiterhin erlaubt. Die Länder können aber auch für diese Bereiche Schutzmaßnahmen vorsehen.

Wer kontrolliert, ob die Regeln eingehalten werden?

Die Einhaltung der Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz werden nach wie vor von den zuständigen Landesbehörden – Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Polizei – überwacht.

Wo findet man die gültigen Inzidenzen?

Eine Übersicht über die Inzidenzen in den einzelnen Landkreisen findet man hier: www.rki.de/inzidenzen.

Aktuelle Informationen der Stadtbücherei Vlotho

Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Regeln und den beschlossenen Beschränkungen ist der Besuch der Stadtbücherei ab 30.03.2021 nur mit Termin und der Vorlage eines tagesaktuell negativen Corona-Schnelltests möglich.

Daneben ist nur eine kontaktlose Ausleihe und Rückgabe der Medien nach vorheriger Terminabsprache möglich.

Das Büchereiteam stellt den Leserinnen und Lesern ein Medienpaket von maximal 10 Titeln nach ihren Wünschen aus dem Büchereibestand zusammen. Dieses kann im Vorraum der Stadtbücherei zu dem vereinbarten Termin abgeholt werden.

Wünsche und Fragen werden telefonisch unter 05733 95123 oder per E-Mail unter bücherei@vlotho.de entgegen genommen. Da wir über keinen Online-Katalog verfügen und es nicht ersichtlich ist, welche Medien verfügbar bzw. entliehen sind, recherchieren wir Ihre Wünsche gern.

Und so geht es weiter:

Bei der Medienbestellung bekommen Sie einen Abholtermin genannt.

Kommen Sie bitte pünktlich und allein und tragen Sie bitte eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Sollten Sie den Termin doch nicht wahrnehmen können, bitten wir um Rückmeldung, damit wir ihn anderweitig vergeben können.

Medien, die nicht abgeholt wurden, werden wieder in den Büchereibestand einsortiert.

Zurückgegebene Medien kommen weiterhin mindestens 48 Stunden in Quarantäne und sind nicht wieder sofort zur Ausleihe verfügbar.

Rathaus bleibt weiter geschlossen

Das aktuelle Infektionsgeschehen lässt es weiterhin nicht zu, das Vlothoer Rathaus für den Besucher*innenverkehr zu öffnen.

Die Mitarbeiter*innen sind aber nach wie vor über die zentrale Telefonnummer der Stadtverwaltung Vlotho 05733 924-0 erreichbar. Durchwahlnummern und Emailadressen aller Bediensteten sind auf der Homepage unter www.vlotho.de zu ersehen.

Bürgermeister Rocco Wilken: "In dringenden Angelegenheiten oder wenn eine persönliche Vorsprache erforderlich ist, können Sie auch über info@vlotho.de einen Termin vereinbaren. Geben Sie bitte Ihr Anliegen, Ihren Wunschtermin und Ihre Telefonnummer an – wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.“

Viele Anliegen können Sie auch leicht und unbürokratisch telefonisch, per Mail oder Fax erledigen. Alle Mitarbeiter*innen helfen Ihnen gern und flexibel bei Ihren Anliegen.

Bleiben Sie gesund!

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